Wettkampfberichte
2024
Maja Hübner überrascht mit „Bronze“ – Max Wolf wird Vierter
Zwei Nachwuchsleichtathleten des Harz-Gebirgslaufvereins sind erfolgreich vom Ostseepokal in Rostock zurückgekehrt. Eine Bronzemedaille und ein vierter Platz über 800 m standen am Ende auf der Habenseite.
Die mittlerweile 24. Auflage des größten Schüler-Sportfestes in Norddeutschland zog mehr als 500 Teilnehmer aus 58 Vereinen an. Darunter waren Sportler aus dem ganzen Bundesgebiet und sogar aus Polen. Neben zahlreichen Bestleistungen konnten auch einige neue Meetingrekorde vermeldet werden. Die emsigen Organisatoren des Kreis-Leichtathletik-Verbandes Rostock führten wie gewohnt professionell durch das Programm, auch wenn aufgrund der hohen Teilnehmerzahl der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden konnte. Dafür sorgten die zahlreichen Zuschauer für eine tolle Stimmung in der Nebenanlage des Ostseestadions und feuerten die jungen Sportler der Altersklassen U 10 bis U 14 lautstark an. Das sonnige, aber kühle Wetter mit etwas Wind bescherte vielen Teilnehmern zudem neue Bestleistungen.
So auch den beiden Startern aus dem Harz, die mit starken Leistungen erneut groß auftrumpften. Im 800 m-Lauf der W 12 verbesserte sich Maja Hübner gleich um fünf Sekunden auf 2:38,83 min. Mutig lief sie von Beginn an in der Spitze mit und sicherte sich mit einem guten Endspurt die Bronzemedaille. Damit feierte die junge Läuferin ihren größten Erfolg bisher. Ihr Vereinskamerad Max Wolf zeigte ein ähnlich gutes Rennen und verpasste als Vierter nur knapp den Podestplatz. Auch er steigerte seinen Hausrekord um drei Sekunden und blieb erstmal unter 2:30 min. In 2:29,76 min kam der Wernigeröder als Vierter der M 13 ins Ziel. Als nächster Höhepunkt steht für die beiden Talente des Harz-Gebirgslaufverein der Start bei den Landesmeisterschaften auf dem Programm.
Klein aber fein – Motto des 16. Harzer Läufertages
Rund 30 Teilnehmer aus vier Vereinen gingen beim traditionellen Läufertag im Wernigeröder Sportforum am Kohlgarten an den Start. Vor allem für die Nachwuchsathleten des SV Lok Blankenburg, VfB Germania Halberstadt und des gastgebenden Vereins Harz-Gebirgslaufverein war es eine gelungene Eröffnung der diesjährigen Bahnsaison. Auch das Wetter spielte bei der mittlerweile 16. Auflage mit. Kühle Temperaturen, aber wenig Wind und kein Regen ließen einige Bestleistungen purzeln. So verbesserte sich Max Wolf im 2000 m-Lauf als Sieger der M 13 um fast dreißig Sekunden auf 6:54,17 min. In diesem Rennen feierte Maja Hübner als Erste der W 12 ein erfolgreiches Debüt in 7:35,81 min. Knapp dahinter lief auch Jula Wichmann Bestzeit von 7:38,38 min und gewann in der W 14. Den Lauf über 1500 m dominierte Leif Fricke (Männer) vom LAV Halensia in 4:33,90 min. Als Zweiter kam HGL-Läufer Ben Lehmann (U 18) in Hausrekord von 5:12,27 min ins Ziel. Sein Vater Jörg lief bei seiner Premiere als Sieger der W 40 eine Zeit von 5:26,55 min. Über 800 m siegte Sophia Pomplun in 3:03,27 min vor Mia Borchert und Marie Karste (alle HGL) in 3:09,57 min bzw. 3:10,27 min. In der W 14 gewann Stella Cäsar vor Liesbeth Risch (beide HGL) in 3:07,32 bzw. 3:11,11 min. Bei den Jungen überzeugte Jan Philipp Bunk (Germania Halberstadt) in der Altersklasse M 12 in 2:47,35 min und Thoren Ganzert (Lok) in der M 10 in 3:03,71 min.
Auch in den Sprintdisziplinen wurden starke Leistungen erzielt. Allen voran Luise Leutert, die über 100 m der U 18 hervorragende 13,53 s sprintete. Ihr folgten die beiden Lok-Sprinterinnen Haley Schlemminger und Nora Henzel als Beste der W 14 in 14,02 und 14,07 s. Bei den Frauen siegte Lea Brandecker über 100 m in 14,35 s und über 200 m in 30,47 s. Vereinskollege Nico Hübner landete in der M 40 jeweils knapp vor ihr in 14,00 bzw. 29,48 s. Der schnellste Sprinter über 75 m kam aus Halberstadt und hieß Jan Philipp Bunk. Der 12jährige überquerte nach 11,33 s die Ziellinie vor Enno Gürtler (HGL) in 11,56 s. Bei den Mädchen sprintete Therese Leutert als Siegerin der W 13 in 11,52 s ins Ziel. Bei den 12-jährigen gewann Clara Henzel (Lok) in 11,69 s vor Maja Hübner in 11,92 s und Mia Borchert (beide HGL) in 11,96 s. Ein spannendes Rennen über 50 m der W 11 lieferten sich Leila De Oliveira vom VfB Germania Halberstadt und Mieke Klaue vom Gastgeberverein. Beide liefen zeitgleich in 8,17 s ins Ziel, am Ende entschieden die Tausendstel zugunsten der Halberstädterin. Auch im Weitsprung hatte Leila mit 3,69 m knapp die Nase vorn vor Mieke, die 3,62 m weit sprang. Dafür revanchierte sich Mieke über 800 m, wo sie in 3:12,17 min vor Leila (3:18,36 min) gewann.
Gleich drei Siege nahm Lina Fink mit nach Hause. Sie sprintete zunächst über 50 m der W 10 als Erste in 8,17 s ins Ziel und verwies Vereinskameradin Henriette Richter auf den zweiten Platz in 8,24 s. Im Weitsprung lag Lina mit 3,69 m knapp vor Cara Hartmann aus Halberstadt, die 3,65 m weit sprang. Über 800 m setzte sie sich in 3:19,72 min nur um einen Wimpernschlag gegen Ulrike Dell (3:19,75 min) und Henriette Richter (3:20,69 min) durch.
Der weiteste Satz im Weitsprung gelang Luise Leutert mit 5,20 m in der U 18. Starke Weiten erreichten auch die beiden Lok-Athleten Nora Henzel (W 14) mit 4,19 m und Clara Henzel (W12) mit 4,02 m. Im männlichen Bereich erzielte Enno Gürtler (HGL) die größte Weite mit 4,13 m in der M 13.
Gesamtleiter Florian Hausl bedankte sich bei allen Kampfrichtern und Helfern, die einen reibungslosen Ablauf ermöglichten. Bereits am 24. Juni geht es im Sportforum weiter mit der Kreis-, Kinder- und Jugendolympiade, zu der der Harz-Gebirgslaufverein bereits jetzt alle Schulen und Vereine des Harzkreises einladen möchte.
Yvonne Brandecker läuft im Endspurt zu „Bronze“
Die Wernigeröder Leichtathletin Yvonne Brandecker ist erneut mit einer Medaille von Deutschen Meisterschaften zurückgekehrt. Bei den Titelkämpfen auf den Langstrecken in Celle erkämpfte sie sich überraschend die Bronzemedaille.
Auf dem Programm standen die Wettbewerbe der Altersklassen U 20 bis hin zu den Mastersklassen. Insgesamt kämpften rund 250 Athletinnen und Athleten aus 152 Vereinen im Otto-Schade-Stadion der niedersächsischen Kleinstadt um die ersten Meistertitel auf der Bahn in diesem Jahr. Während die Männer und Frauen ihre Sieger über 10 000 Meter kürten, ging es für die Jugendlichen und Masters über 5000 m. Dabei wurden auch die Tickets zur Europameisterschaft in Birmingham bzw. die Junioren-Weltmeisterschaften vergeben, was spannende Rennen erwarten ließ. Die äußeren Bedingungen waren allerdings alles andere als optimal. Im Stadion herrschten Temperaturen um 27 Grad, kein Schatten weit und breit und dazu wehte ein frischer Wind. Kein Wunder, dass mehr als zwanzig Athleten frühzeitig ausstiegen und die Rennen nicht beendeten.
Gleich im zweiten Lauf des Tages startete Yvonne Brandecker vom Harz-Gebirgslaufverein, die sich als einzige Teilnehmerin aus dem Harzkreis qualifiziert hatte. Gemeinsam mit 20 Starterinnen der Altersklassen W 35 bis W 50 ging es über die zwölfeinhalb Runden. Die Harzerin verlor früh den Anschluss an die Spitzengruppe und lag lange Zeit auf dem vierten Platz. Erst auf dem letzten Kilometer gelang es ihr, den Rückstand von dreißig Metern aufzuholen und in der finalen Runde an der Konkurrentin vorbeizuziehen. Auf der Zielgeraden wurde es noch mal eng, doch die HGL-Athletin spurtete mit einer Sekunde Vorsprung als Dritte der W 50 ins Ziel. In 20:38,14 min war sie rund eine halbe Minute schneller als zuletzt über 5 Kilometer auf der Straße. Für die Wernigeröderin kam der Erfolg eher überraschend. Als Fünfte der Meldeliste mit deutlichem Rückstand auf die Medaillenränge war an eine Podestplatzierung eher nicht zu denken. „Bestzeiten auf der Straße lassen sich eben nicht mit denen auf der Bahn vergleichen. Zudem kommt nicht jeder Läufer mit extremer Hitze klar“, erklärte die 49-jährige. Nach Gold und Silber bei den Deutschen Hallenmeisterschaften hat Yvonne Brandecker die Medaillensammlung in diesem Jahr schon komplett. Im Juli steht dennoch die Deutsche Freiluftmeisterschaft der Masters in Mönchengladbach auf dem Programm.