Wettkampfberichte
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2025

Athleten laufen Bestzeiten und Normen zum Jahresende

Die Leichtathleten des Harz-Gebirgslaufverein haben bei mehreren Hallensportfesten in Magdeburg und Halle stark aufgetrumpft. Gleich zu Beginn der Hallensaison liefen die Harzer zu neuen Bestzeiten und unterboten auf Anhieb die Normen zur Mitteldeutschen und Deutschen Meisterschaft.
Beim Weihnachtssportfest in Magdeburg dominierten vor allem die Sprinter. Für den Harz-Gebirgslaufverein holte Levin Bremer die Siege im Sprintdreikampf und über 150 m der M 13. Der 13-jährige, der seit September am Olympiastützpunkt in Magdeburg trainiert, absolvierte seinen letzten Wettkampf für seinen Heimatverein, denn er wechselt im neuen Jahr zum SC Magdeburg. Levin sprintete die 30 m in 3,98 s und die 60 m in 8,10 s. Über 30 m fliegend wurden 3,33 s gemessen. Damit gewann er deutlich mit 2235 Punkten. Anschließend lief der HGL-Sprinter über 150 m in 19,3 s als Erster ins Ziel. Zuvor hatte er beim Halleneröffnungssportfest in Halle für Furore gesorgt. Im Finale über 60 m steigerte der Harzer seine Bestzeit auf 7,79 s und unterbot damit die Norm zur Mitteldeutschen Meisterschaft (7,80 s). Levin startete eine Altersklasse höher und wurde trotzdem Dritter der U 16. Bereits im Vorlauf unterbot er seinen Hausrekord und sprintete 7,85 s.
Einen weiteren Sieg beim Weihnachtssportfest sicherte sich Max Wolf über 1000 m der M 12. Der HGL-Läufer lief bei seiner Premiere auf dieser Distanz starke 3:16,98 min. Auch Vereinskameradin Maja Hübner feierte über 1000 m eine erfolgreiche Premiere und wurde Zweite der W 12 in 3:32,04 min. Allerdings startete die Elfjährige eine Altersklasse höher. Yvonne Brandecker holte sich den Sieg über 1500 m bei den Frauen in 5:24,05 min. Damit unterbot sie gleich im ersten Rennen der Hallensaison die Norm zur Deutschen Masters-Meisterschaft (6:10 min) deutlich. Dies war ihr bereits über 400 m gelungen. Beim Abendsportfest in Magdeburg lief sie als Zweite der Frauen 71,94 s und blieb unter der geforderten Zeit von 77,0 s.
Beim Abendsportfest in Halle gingen vier Läuferinnen des Harz-Gebirgslaufvereins über 800 m an den Start. Den Auftakt machte Maja Hübner, die in 2:44,25 min als Siegerin der U 12 ins Ziel lief und nur knapp ihre Bestzeit verpasste. Jula Wichmann blieb in 2:40,09 min zwar deutlich über ihrem Hausrekord, freute sich dennoch über den dritten Platz in der U 14. Sie verwies ihre Vereinsgefährtin Julia Schulz knapp auf den vierten Platz in 2:40,84 min. Trainerin Yvonne Brandecker kam bei den Frauen als Zweite in 2:40,73 min ins Ziel. Mit dieser Zeit erfüllte die 49-jährige bereits die dritte DM-Norm (2:53 min) innerhalb von vier Wochen. Damit gehen die Leichtathleten in die wohlverdienten Weihnachtsferien, bevor es im Januar mit den Hallen-Landesmeisterschaften in Halle weitergeht.

 

Zwei Titel und vier Vizemeisterschaften gehen in den Harz

Erstmals fand die Bezirksmeisterschaft des Bezirkes Magdeburg gleich zu Beginn der Hallen-Saison im Dezember statt. Dabei zeigten sich die Athleten aus dem Landkreis Harz bereits in guter Verfassung und holten zwei Bezirksmeistertitel und fünf Vizemeisterschaften.
Insgesamt gingen 212 Starter aus 24 Vereinen in der Leichtathletikhalle des Olympiastützpunktes in Magdeburg an den Start. Titel wurden für die Altersklassen 12 bis zur U 23 vergeben. Vor allem in den jüngeren Jahrgängen waren die Teilnehmerfelder stark besetzt.
Den ersten Titel holte Levin Bremer vom Harz-Gebirgslaufverein im Sprint über 60 m in den Harz. Er blieb als einziger der M 13 unter acht Sekunden und gewann in 7,92 s. Bereits den Vorlauf dominierte der Sportschüler, der seit August in Magdeburg im Internat lebt und beim Sportclub trainiert, mit 7,93 s. Im Weitsprung wurde er mit neuer Bestweite von 4,95 m Vizemeister. Zudem feierte der 13-Jährige eine gelungene Premiere über 60 m Hürden als Zwei-ter in 10,40 s.
Vereinskameradin Stella Cäsar freute sich riesig über ihren Sieg im Hochsprung, womit sie zum zweiten Mal in diesem Jahr Bezirksmeisterin wurde. Sie übersprang genau wie die Zweit- und Drittplatzierte 1,40 m, blieb aber bis zu dieser Höhe ohne Fehlversuch. Damit stellte sie ihre Bestleistung ein. Einen neuen Hausrekord lief Max Wolf über 800 m der M 12. Er verbesserte sich gleich um fünf Sekunden auf 2:32,65 min und wurde mit der Vizemeister-schaft belohnt. Ebenfalls „Silber“ sicherte sich Ben Lehmann über 800 m der M 15. Er verpasste knapp seine Bestzeit und lief 2:33,56 min.
Bereits am kommenden Wochenende geht es mit dem Weihnachtssportfest ebenfalls in Magdeburg weiter.

Yvonne Brandecker läuft auf Platz Fünf und Sieben

Die Wernigeröder Leichtathletin Yvonne Brandecker ist wie im Vorjahr als Fünfte von der Deutschen Meisterschaft im Crosslauf zurückgekehrt und schrammte zum wiederholten Male in diesem Jahr nur knapp am Podestplatz vorbei.
Im Darmstädter Bürgerpark wurden die letzten DM-Titel des Jahres vergeben. In unmittelbarer Nähe der Geschäftsstelle des Deutschen Leichtathletikverbandes kämpften Sportler aus allen Bundesländern um die deutschen Meistertitel im Crosslauf. Erstmals in der Geschichte der Cross-Meisterschaften fanden die Titelrennen an zwei Wettkampftagen statt. Dadurch gab es viele Doppelstarter auf der Mittel- und Langstrecke. Mehr als 1200 Meldungen gingen bei den Organisatoren ein. Die hochklassig besetzten Starterfelder und die zahlreichen Zuschauer sorgten für ein Crosslauf-Festival. Obwohl die Strecke durch den Park eher flach war, hatte es der Rundkurs in sich. Zahlreiche Richtungs- und Untergrundwechsel, mehrere Sandpassagen und Strohballen als Hindernisse, kurze knackige Anstiege und viele enge Kurven machten die Strecke der Cross-DM in Darmstadt recht anspruchsvoll.
Am Samstag standen bei bestem Herbstwetter die Mittelstrecken auf dem Programm. Die Wernigeröderin Yvonne Brandecker vom Harz-Gebirgslaufverein startete über 3,8 km der Seniorinnen der Altersklassen W 35 bis W 45. Nach einer 800 m langen Einführungsrunde ging es auf die 1,5 km lange Hauptrunde, die zweimal durchlaufen werden musste. Die Harzerin kämpfte lange um die Medaillen mit, landete am Ende aber wieder einmal auf dem fünften Platz der W 45 von 14 Läuferinnen. In 17:32 min verpasste sie den Podestplatz um dreißig Sekunden.
Einen Tag später kämpften die Athleten im Regen auf der Langstrecke über 7,5 km um die letzten Medaillen. Diesmal musste der schwierige Rundkurs fünfmal bewältigt werden. Zudem wurde das Wiesengelände durch den Dauerregen noch matschiger und tiefer, so dass vor allem Kraftausdauer gefragt war. Die HGL-Athletin hatte deutlich mehr Mühe als am Vortag und kam als Siebte der W 45 in 37:00 min ins Ziel. Es war zugleich ihr letzter Wettkampf in dieser Altersklasse. Im nächsten Jahr startet Yvonne Brandecker in der W 50 und rechnet sich dann wieder deutlich bessere Medaillenchancen aus.