Wettkampfberichte
2024
Medaillenregen für Nachwuchs vom Harz-Gebirgslaufverein
Mit zehn Medaillen und zahlreichen neuen Bestleistungen sind die Nachwuchs-Leichtathleten des Harz-Gebirgslaufverein vom traditionellen Guts Muths Gedächtnis-Sportfest aus Quedlinburg zurückgekehrt. Auch für die Lok-Athleten aus Blankenburg gab es eine Medaille und viele gute Resultate. Zur mittlerweile 73. Auflage des beliebten Sportfestes konnten die Ausrichter der TSG GutsMuths Quedlinburg mehr als 270 Sportler aus 31 Vereinen Sachsen-Anhalts sowie drei weiterer Bundesländer im Stadion am Moorberg begrüßen. Trotz der recht kühlen Temperaturen zeigten die Teilnehmer hervorragende Leistungen.
Für den Harz-Gebirgslaufverein holte Luise Leutert den Sieg im Weitsprung der U 18. Im letzten Versuch gelang ihr die Siegesweite von 5,10 m. Zuvor sprintete die 17-jährige über 100 m als Dritte in 13,58 s ins Ziel. Den zweiten Sieg erkämpfte überraschend Henriette Richter im Dreikampf (50 m/Weitsprung/Ballwurf) der W 10 mit neuer Bestleistung von 1161 Punkten. Dabei steigerte sie sich über 50 m auf 8,00 s und im Ballwurf auf 31,15 m. Etwas Punkte blieben im Weitsprung (3,40 m) liegen. Einen starken Dreikampf zeigte auch Felix Hennig als Zweiter der M 9 mit 903 Punkten. Ihm gelangen in allen drei Disziplinen neue Hausrekorde (8,53 s/3,41 m/35,44 m). Auch über 400 m war er schneller als bisher und wurde Dritter in 1:16,06 min. Auf der gleichen Distanz lief Katharina Festerling (W 8) auf den zweiten Platz in 1:28,02 min. Im Dreikampf erzielte sie als Achte 654 Punkte (9,55 s/2,54 m/ 12,56 m). Eine weitere Silbermedaille erkämpfte Enno Gürtler (M 13) im Weitsprung mit Bestweite von 4,42 m. Über 75 m sprintete er in Bestzeit von 11,31 s auf den fünften Platz.
Alexander Alatzas (M 11) lief über 800 m zur Bronzemedaille in 2:53,02 min. Bei seinem ersten Dreikampf wurde er Sechster mit 912 Punkten (8,56 s/3,83 m/30,46 m). Ebenfalls „Bronze“ sicherte sich Sophia Pomplun im Speerwurf der W 12 mit Hausrekord von 27,04 m. Zudem wurde sie Sechste über 75 m in 11,24 s und Neunte im Weitsprung mit 3,90 m. Die fünfte Bronzemedaille ging an die Mädchenmannschaft, die im Dreikampf der U 12 mit 7979 Punkten erfolgreich war. Zum Team gehörten Henriette Richter, Alisha Heitmann, Lina Fink, Ulrike Dell und Pauline Kaufhold.
Lina Fink verpasste trotz Bestleistung von 3:07,68 min über 800 m der W 10 als Vierte knapp das Podest. Im Dreikampf wurde sie Achte mit Hausrekord von 991 Punkten (8,23 s/3,30 m/ 19,76 m). Auch Arik Merkel lief über 400 m der M 9 als Fünfter an der Medaille vorbei (1:24,05 min) und wurde Achter im Dreikampf mit 630 Punkten (9,14 s/3,04 m/16,78 m). Alina Breuer sprintete über 75 m der W 12 als Fünfte in 11,07 s ins Ziel. Die gleiche Platzierung erreichte Alisha Heitmann über 800 m der W 11 in 3:15,05 min. Dahinter wurde Neuzugang Iryna Hapochka Achte in 3:44,09 min.
Weitere Ergebnisse: W 10: Ulrike Dell – 12. 800 m 3:20,02 min; 14. Drei 931 Pkt. (8,70/3,25/19,51); Pauline Kaufhold – 16. Drei 901 Pkt. (8,43/3,26/15,22); Sofia Kozyreva – 21. Drei 827 Pkt. (9,00/2,97/16,73); W 11: Alisha Heitmann – 12. Drei 995 Pkt. (8,43/3,42/20,60); Iryna Hapochka – 20. Drei 825 Pkt. (8,74/3,08/13,81); W 12: Alina Breuer – 13. Weit 3,53 m; W 13: Therese Leutert – 10. 75 m 11,24 s; 13. Weit 3,40 m; W 14: Stella Cäsar – 10. 100 m 14,91 s.
Erfolgreicher Fünfländervergleich mit zwei HGL-Athleten
Bei ihrem Heimspiel verpasste die Leichtathletik-Auswahl aus Sachsen-Anhalt als Zweitplatzierte nur knapp den Gesamtsieg. Der Fünfländervergleich der Altersklasse U 14 fand erstmals im Paul-Greifzu-Stadion in Dessau statt. Die Ausrichter vom 1. LAC Dessau konnten bei strahlendem Sonnenschein insgesamt rund 200 Talente aus den Landesfachverbänden des Mitteldeutschen Verbundes um Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie aus den beiden nördlichen Landesverbänden Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg begrüßen.
Bereits zum vierten Mal kämpften die fünf Mannschaften um wertvolle Punkte für ihr Team. Dabei ging es nicht nur um die persönliche Leistung, sondern um die Platz-Punkte-Wertung wie bei der Team-Europameisterschaften der „Profis“. Für einen Sieg gab es zehn Punkte, für Platz zwei acht usw. Für die meisten der jungen Starter war es der erste große überregionale Wettkampf.
Vom Harz-Gebirgslaufverein schafften in diesem Jahr zwei Athleten den Sprung in die Landesauswahl von Sachsen-Anhalt. Maja Hübner und Max Wolf starteten beide in der Staffel über 3 x 800 m. Nach der langen Sommerpause präsentierten sich die jungen Harzer schon wieder in guter Form, auch wenn sie erwartungsgemäß über ihren Bestzeiten blieben. Max lief als einer der ältesten Athleten in der ersten Staffel gemeinsam mit zwei Läufern der M 12. Diese brachten ihr Team zunächst auf den vierten Platz, ehe der Wernigeröder als Schlussläufer noch auf den Silberrang vorstieß. Dabei rettete er in 7:24,86 min den winzigen Vorsprung von einer Hundertstelsekunde auf die Drittplatzierten aus Brandenburg. Der Sieg ging an Sachsen in 7:11,56 min. Maja Hübner gehörte mit ihren Teamkolleginnen der zweiten Sachsen-Anhalt-Staffel zu den jüngsten Teilnehmerinnen im Feld. Als Startläuferin hatte sie gegen die ältere Konkurrenz keine Chance und übergab als Sechste. Diese Platzierung hielten sie bis ins Ziel, wo 8:03,82 min gestoppt wurden. Den Sieg holten sich die Mädchen aus Sachsen in 7:28,90 min.
Im Gesamtklassement verpasste die Sachsen-Anhalt-Auswahl mit 251 Punkten nur um einen Zähler weniger den Sieg, der erstmals an das Team aus Thüringen ging. Dritte wurde die sächsische Auswahl mit 222 Punkten vor Brandenburg (216) und Mecklenburg-Vorpommern (159). In der Männlichen U 14 siegte ebenfalls das Team aus Thüringen mit 137 Punkten. Dahinter landeten die Sachsen-Anhaltiner mit nur einem Punkt Rückstand vor Sachsen mit 132 Punkten. Bei den Mädchen hatte Brandenburg mit 131 Punkten die Nase vorn. Zweite wurde die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt mit 114 Punkten punktgleich mit Thüringen. Eingerahmt war der sportliche Wettkampf mit Show und Tanz des Bewegungskombinats Dessau und der Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters Dr. Reck und der LSB-Präsidentin Silke Reck-Lange. Für die jungen Athleten aus dem Harz war es ein erlebnisreicher Tag und ein großartiger Wettkampf, in dem sie wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Maja Hübner hat im nächsten Jahr eine weitere Chance, sich für den Ländervergleich zu qualifizieren.
Gold für Jonna Kühnel - 3 Medaillen für HGL-Athleten
Die jüngsten Leichtathleten des Harz-Gebirgslaufverein sind erfolgreich von der Bezirksbestenermittlung aus Wolmirstedt zurückgekehrt. Eine Vizemeisterschaft und drei Bronzemedaillen standen am Ende auf der Habenseite.
Bei kühlen Temperaturen und etwas Wind kämpften rund 145 Athleten aus 17 Vereinen auf dem Sportkomplex „Am Küchenhorn“ um die Bezirksmeistertitel des Bezirkes Magdeburg. Am Start waren die Altersklassen 8 bis 11. Mehrere kräftige Regenschauer sorgten für kurze Unterbrechungen. Trotz der widrigen und wechselhaften Bedingungen und einer kurzen Vorbereitungszeit nach den Sommerferien zeigten die jungen Harzer hervorragende Leistungen.
Für den Harz-Gebirgslaufverein gab es zwar keinen Titel, dafür aber gleich vier Medaillen. Die Vizemeisterschaft erkämpfte sich Henriette Richter im Ballwurf der W 10 mit neuer Bestweite von 29,70 m. Zu „Gold“ fehlten rund zwei Meter. Etwas Pech hatte die Zehnjährige im Weitsprung, wo sie als Neunte mit 3,51 m nur um drei Zentimeter am Endkampf vorbeisprang. Dafür qualifizierte sich Henriette in 8,37 s für das Finale über 50 m, wo sie am Ende den sechsten Platz in 8,34 s erreichte. Über 800 m wurde sie Neunte in 3:29,50 min. Vereinskameradin Lina Fink sicherte sich im Weitsprung der W 10 mit neuer Bestweite von 3,73 m die Bronzemedaille. Im Finale über 50 m sprintete sie in 8,22 s nur um sieben Hundertstelsekunden am Podestplatz vorbei, nachdem im Vorlauf 8,35 s gestoppt wurden. Der achte Platz über 800 m in 3:24,04 min rundete ihr gutes Ergebnis ab.
Eine weitere Bronzemedaille ging auf das Konto von Neuzugang Alexander Alatzas, der im 800 m-Lauf der M 11 als Dritter in 2:49,50 min ins Ziel lief. Zuvor testete er seine Schnelligkeit über 50 m und wurde Zehnter in 8,67 s. Mit Platz sieben im Weitsprung und Platz neun im Ballwurf (3,94 m/26,05 m) kamen zwei weitere Top-Ten-Platzierungen hinzu.
Die dritte Bronzemedaille holten die HGL-Mädchen in der Staffel über 4 x 50 m der W 11. In der Besetzung Lina Fink, Alisha Heitmann, Mieke Klaue und Henriette Richter überquerten sie als Dritte in 31,82 s die Ziellinie. Alisha Heitmann erkämpfte sich über 800 m der W 11 in 3:07,96 min den fünften Platz. Im Vorlauf über 50 m schied sie in 8,73 s aus. Mieke Klaue sprintete im Vorlauf über 50 m eine neue Bestzeit von 8,12 s und qualifizierte sich für das Finale der W 11. Dort wurde sie in 8,21 s Sechste. Im Weitsprung bedeuteten 3,68 m Platz 13. Das gute Abschneiden der HGL-Athleten komplettierte Ulrike Dell mit dem zehnten Platz über 800 m der W 10 in 3:29,54 min.
Anfang Oktober steht für den Nachwuchs noch die Bezirksmeisterschaft im Dreikampf auf dem Programm.