Wettkampfberichte
2024

 

Straßen von Magdeburg werden zum „Goldpflaster“

Gleich vier Titel, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen nahmen die Läuferinnen und Läufer aus dem Harz von den Landesmeisterschaften im Straßenlauf aus Magdeburg mit nach Hause. Insgesamt kämpften 155 Teilnehmer aus 39 Vereinen im Stadtpark Rotehorn um die ersten Freiluft-Titel auf Landesebene. Der flache etwa 2,5 Kilometer lange Rundkurs mit Start und Ziel am Sportplatz Seilerwiesen musste je nach Altersklasse mehrmals durchlaufen werden. Bei fast optimalen Bedingungen mit kühlen Temperaturen und leichtem Wind wurden schnelle Zeiten erzielt.
Im ersten Lauf über 5 Kilometer konnte der Harz-Gebirgslaufverein bereits zwei Landesmeistertitel bejubeln. Maja Hübner rannte bei ihrer Premiere über diese Distanz der Konkurrenz davon und gewann mit großem Vorsprung in der W 12 in starken 20:41 min. Dahinter sorgte Julia Schulz für eine faustdicke Überraschung. Die 14 jährige feierte ihren ersten Landesmeistertitel und setzte sich in der W 14 in 21:58 min durch.
Schnellster Harzer Läufer über 10 Kilometer war Enrico Dietrich, der in 35:01 min als Siebter des Gesamtklassements ins Ziel lief. In seiner Altersklasse M 40 wurde er überlegen Landesmeister. Den zweiten Titel für die HGL-Läufer über diese Distanz holte Yvonne Brandecker in der W 50. In 44:24 min war sie deutlich schneller als im letzten Jahr und verteidigte ihren Vorjahressieg. Knapp dahinter kam Vereinskameradin Kristin Hohmann als Vizemeisterin der W 40 in 44:38 min ins Ziel. Ein starkes Rennen zeigte auch Matthias Göbel, der in der M 35 die Bronzemedaille in 37:00 min erkämpfte. Teamkollege Jörg Lehmann steigerte sich zum Vorjahr um mehr als eine Minute auf 40:41 min und wurde mit der Vizemeisterschaft in der M 45 belohnt. Hinzu kam die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung der Männer. In der Besetzung Dietrich, Göbel und Lehmann wurde eine Zeit von 1:52:42 h erreicht. Das gute Ergebnis rundeten Ben Lehmann als Achter der Männlichen Jugend U 18 in 42:59 min und Philipp Kommert als Siebter der M 35 in 44:36 min ab.

Yvonne Brandecker holt ersehnte Medaille in Torun

Die Wernigeröder Leichtathletin hat im fünften Anlauf endlich die ersehnte Medaille bei einer internationalen Meisterschaft der Masters im polnischen Torun erkämpft. Im Crosslauf sicherte sich die Harzerin die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung.
Bereist zum fünften Mal seit 2015 war die Kopernikusstadt Ausrichter der Senioren-Titelkämpfe. In diesem Jahr standen die 15. Internationalen Masters Europa Indoor Meister-schaften mit Winterwurf und Outdoor-Wettbewerben auf dem Programm. In der Arena Torun sowie im angrenzenden Rudelka-Park und Wurfstadion kämpften mehr als 3500 Athleten aus 52 Ländern um die begehrten Medaillen. Das deutsche Team stellte mit über 400 Teilnehmern hinter dem Gastgeber Polen die zweitgrößte Mannschaft.
Nur wenige Tage zuvor gingen hier die Hallen-Weltmeisterschaften der Aktiven zu Ende. Die gerade erst sanierte Bahn war also noch „warm“. Die Wernigeröderin Yvonne Brandecker startete allerdings nur bei den Outdoor-Wettkämpfen und konnte somit die neue Bahn nicht testen. Dafür erfüllte sich die Läuferin des Harz-Gebirgslaufverein bei ihrem fünften Start in Torun einen lang ersehnten Traum. Im Crosslauf über 8 Kilometer erkämpfte sie sich mit dem Team Germany in der Altersklasse W 45 die Bronzemedaille in einer Zeit von 1:56:25 h. Überlegene Sieger waren die Spanierinnen in 1:35:06 h vor dem Trio aus Polen (1:50:11 h). Der Crosslauf fand nahe der Wettkampfhalle im Rudelka-Park auf einem sehr anspruchsvollen Rundkurs mit vielen steilen Anstiegen und mehreren Sandpassagen statt. Die anstrengende zwei Kilometer lange Runde musste viermal durchlaufen werden. Trotz Sonnenschein hatten die Läuferinnen und Läufer mit eisigem Wind und Temperaturen um sechs Grad zu kämpfen. Dennoch lief es für die Harzerin besser als erwartet. Mit fast gleichmäßigen Runden lief Yvonne als Zehnte der W 45 ins Ziel und war in 36:31 min fast dreißig Sekunden schneller als vor drei Jahren. Dabei ist die HGL-Athletin in Deutschland schon in der W 50 startberechtigt, muss international aber noch eine Altersklasse tiefer starten, da sie erst im November ihr Jubi-läum feiert. Gemeinsam mit ihren Teamkameradinnen Sonja Deiß (TSG Eisenberg/ 39:43 min) und Stefanie Sindel (MTV Pfaffenhofen/ 40:11 min) freute sich die Harzerin bei der Siegerehrung über die „Bronzene“.
Einige Tage zuvor ging es für Yvonne auf den Straßen von Torun noch über die erstmalig aus-getragene Strecke von 5 Kilometern. Leider blies den Athleten auf den ersten 2,5 km eisiger Gegenwind entgegen, so dass die Zeiten eher mäßig ausfielen. Die Wernigeröderin kam in 21:06 min als viertbeste aller deutschen Starterinnen und als 16. der W 45 ins Ziel. Immerhin unterbot sie damit die Norm zur Deutschen Meisterschaft über 5000 m (21:06 min). In der Mannschaftswertung landete die HGL-Läuferin gemeinsam mit Stefanie Sindel (22:52 min) und Petra El Alami (TSG Neuenhain/ 23:03 min) auf dem fünften Platz in 66:01 min. Insge-samt war die Wernigeröderin mit ihrem fünften Auftritt in Torun zufrieden und blickt nun optimistisch auf die Freiluftsaison. Aber auch die nächsten internationalen Meisterschaften stehen bereits fest. Im nächsten Jahr findet die Europameisterschaft im August in Finnland statt und 2028 empfängt Glasgow (Schottland) die Masters zur Hallen-Europameisterschaft.
Das deutsche Team belegte in Torun übrigens Platz 1 im Medaillenspiegel vor Großbritannien und Gastgeber Polen. Insgesamt 119 Titel, 90 Silber- und 86 Bronzemedaillen standen auf der Habenseite.

Erfolgreicher Saisonauftakt für Harzer Läufer

Die Leichtathleten des Harz-Gebirgslaufverein sind überaus erfolgreich in die diesjährige Freiluftsaison gestartet. Bei den Bezirksmeisterschaften im Crosslauf in Wolmirstedt holten die Harzer insgesamt sechs Titel, zwei Silber- und eine Bronzemedaille.
Bei recht kühlen Temperaturen kämpften rund 180 Teilnehmer aus 18 Vereinen um die ersten Bezirksmeistertitel unter freiem Himmel. Auf der flachen Rundstrecke im Wolmirstedter Sportkomplex am Küchenhorn wurden Medaillen in den Altersklassen U 10 bis hin zu den Senioren vergeben. Die etwa 1 km lange Runde musste je nach Altersklasse mehrfach durch-laufen werden.
Gleich neun Medaillen nahmen die 18 Teilnehmer des Harz-Gebirgslaufverein mit nach Hause. Ein starkes Rennen zeigte Max Wolf über 3,1 km der M 13. Mit über einer Minute Vorsprung lief er als Bezirksmeister in 11:50 min ins Ziel. Ähnlich stark präsentierte sich Maja Hübner über 2,1 km der W 12. Sie gewann in 8:00 min deutlich und sicherte sich ebenfalls den Titel. Gleiches gelang Jula Wichmann als Siegerin der W 14 über 3,1 km in 12:17 min. Die anderen drei Bezirksmeistertitel holten die Senioren im Lauf über 5 km. Schnellster war Matthias Göbel in der M 35 in 17:52 min gefolgt von Jörg Lehmann als Sieger der M 45 in 19:19 min. Als Gesamtzweite der Frauen erkämpfte Yvonne Brandecker „Gold“ in der W 50 in 20:57 min.
Über den Vizemeistertitel freute sich die jüngste im Team. Evi Göbel kam über 1,1 km der W 9 als Zweite in 4:23 min ins Ziel. Auf der gleichen Distanz erreichte Felix Hennig den dritten Platz in der M 9 in 4:06 min. Gemeinsam mit seinen Vereinskameraden Jan Lehmann und Alexander Hunger konnte er zudem die Vizemeisterschaft in der Mannschaftswertung der U 10 bejubeln. Mit 20 Punkten lagen die Harzer nur zwei Punkte hinter den Siegern des Gastge-bervereines. Im Einzel verpasste Alexander als Vierter der M 8 in 5:00 min nur um vier Se-kunden den Podestplatz. Dahinter wurde Rafael Kniep in 5:06 min Sechster. Jan Lehmann belegte Rang fünf in der M 9 in 4:35 min. Sein Bruder Ben musste über 5 km der U 18 mit dem undankbaren vierten Platz in 18:54 min Vorlieb nehmen. Zu „Bronze“ fehlten nur drei Sekunden.
Auch die Mannschaft der  weiblichen U 12 verpasste als Vierte nur knapp den Medaillenrang. Am Ende fehlte ein Punkt zur Silbermedaille. In der Einzelwertung über 1,1 km der W 10 kamen Henriette Richter, Lina Fink und Ulrike Dell auf die Plätze fünf, sieben und zehn. Das gute Abschneiden komplettierte Martha Heidenreich als Elfte. Über 2,1 km der W 12 landeten Sophia Pomplun und Alina Breuer auf den Plätzen 12 und 13. Gemeinsam mit Maja Hübner landeten sie damit in der Teamwertung der U 14 auf dem fünften Platz.