Wettkampfberichte
2024

 

Fabian Lippe läuft trotz Bestzeit knapp am Finale vorbei

Der Wernigeröder Leichtathlet Fabian Lippe ist am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach erneut neue persönliche Bestzeit gelaufen und hat damit nur knapp den Einzug ins Finale verpasst.

Weit mehr als 1000 Jugendliche aus über 500 Vereinen gingen im Grenzlandstadion in Mönchengladbach an den Start. An drei Tagen kämpften die Athleten der Altersklassen U 18 und U 20 um die Meistertitel. Auch der Wernigeröder Fabian Lippe präsentierte sich pünktlich zum Saisonhöhepunkt in Topform. Der Läufer des Harz-Gebirgslaufverein hatte sich über 800 und 1500 m für diese Titelkämpfe qualifiziert, startete allerdings nur über die längere Distanz. Insgesamt stellten sich 21 Läufer der U 18 dem Starter, so dass zwei Vorläufe ausgetragen werden mussten. Der Harzer lief im ersten Vorlauf von Beginn an mutig vorne mit und kam als Fünfter auf die Zielgeraden. Im Schlussspurt musste er noch zwei Athleten ziehen lassen und wurde am Ende Siebenter. Dabei verbesserte der 17-Jährige seinen Hausrekord um über zwei Sekunden und hat nun eine Bestzeit von 4:08,73 min stehen. Nachdem der zweite Lauf im Ziel war, stand fest, dass der HGL-Athlet um winzige drei Zehntelsekunden am Finale vorbeigeschrammt war und damit Dreizehnter in der Gesamtwertung wurde. Trainer Wilhelm Lutter war mit der Leistung seines Schützlings trotzdem zufrieden, weil „er eigentlich alles richtig gemacht hatte“. Nun sind beide erst mal in ihrem wohl verdienten Urlaub.

Fabian Lippe            MJ U18          13. Platz     1500 m    4:08,73 min (PB)

Laura Reinisch und Marie Heymann feiern Premiere im Siebenkampf

Klein, aber fein lautete das Motto der offenen Kreismeisterschaft im Mehrkampf in Quedlinburg. Knapp 30 Teilnehmer aus 14 Vereinen kämpften im Stadion am Moorberg bei besten Bedingungen um die Titel. Darunter waren auch zwei Jugendliche vom Harz-Gebirgslaufverein Wernigerode. Marie Heymann und Laura Reinisch absolvierten den ersten Siebenkampf ihrer Karriere und sicherten sich auf Anhieb die Gold- bzw. Silbermedaille. Dabei feierten beide innerhalb des Mehrkampfes eine weitere Premiere, denn die Wernigeröderinnen gingen erstmals über 100 m Hürden an den Start und warfen zum ersten Mal einen Speer. Marie Heymann gewann den Siebenkampf der Weiblichen U 20 mit 3819 Punkten und erreichte dabei zwei neue Bestleistungen im Hochsprung mit 1,68 m und über 800 m mit 2:38,33 min. Im Weitsprung (4,99 m) und über 200 m (27,48 s) blieb die HGL-Athletin knapp über ihren Hausrekorden und im Kugelstoßen schaffte sie 7,78 m. Über 100 m Hürden kam die 19-Jährige in 18,39 s ins Ziel und der Speer landete bei 22,44 m. Laura Reinisch sicherte sich die Vizemeisterschaft in der Weiblichen U 18 mit 2919 Punkten und erzielte ihre besten Leistungen ebenfalls im Hochsprung mit 1,44 m und über 800 m mit 2:45,57 min. Stark waren auch die Wurfdisziplinen Kugelstoßen und Speerwerfen (8,95 m/24,33 m). Über 100 m sprintete die 16-Jährige nach 15,16 s und über 100 m Hürden nach 20,28 s ins Ziel. Im Weitsprung kam sie auf exakt 4,00 m.

Marie Heymann     WJ U20      1. Platz 7-Kampf 3819 Pkt. (PB)

Yvonne Brandecker knapp am Podium vorbei

Ein kleines Jubiläum feierten am Wochenende rund 1300 Teilnehmer aus 689 Vereinen bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft in Erfurt. In der thüringischen Landeshauptstadt wurde die 25. Auflage dieser Titelkämpfe ausgetragen. Mit dabei waren auch drei Teilnehmer aus dem Altlandkreis Wernigerode. Erfolgreichster Athlet war Karlheinz Brink, der im Speerwurf Deutscher Vizemeister wurde.

Die großen Starterfelder in fast allen Altersklassen kamen für die bestens vorbereiteten Organisatoren nicht überraschend. Die Titelkämpfe wurden in diesem Jahr wieder für alle Senioren von der Altersklasse 35 bis hin zu den 85-Jährigen gemeinsam ausgetragen, nachdem es in den vorangegangenen Jahren jeweils zwei Veranstaltungen gegeben hatte. Damit wurde auch die Ausdehnung der Wettkämpfe auf drei Tage notwendig. Zudem nutzten viele der deutschen Senioren diese Meisterschaften zur letzten Vorbereitung auf die im August in Zittau stattfindenden Europameisterschaften. Oftmals mussten mehrere Zeitendläufe durchgeführt werden, um die Sieger zu ermitteln. Und trotz einiger Wetterkapriolen konnten alle Wettbewerbe gemäß dem Zeitplan durchgeführt werden. Im Erfurter Steigerwaldstadion herrschten teilweise schwierige Bedingungen mit wechselnden Winden und Regen. Trotzdem wurden viele gute Resultate erzielt und den Zuschauern spannende Zweikämpfe geboten.
Aus Harzer Sicht hatten sich drei Athleten für die Titelkämpfe qualifiziert, neben den mehrfachen DM-Teilnehmern Yvonne Brandecker (Harz-Gebirgslaufverein) und Karlheinz Brink auch erstmals Elke Rosenthal (beide SV Lok Blankenburg).

Einzige Athletin des Harz-Gebirgslaufverein war Yvonne Brandecker, die im 800 m-Lauf der W 35 etwas Pech hatte und auf dem undankbaren vierten Platz landete. Dabei lief die 35-Jährige ein taktisch gutes Rennen und lag bis 50 m vor dem Ziel auf Medaillenkurs. Doch die Kräfte schwanden nach gerade überstandener Erkältung verbunden mit einer zweiwöchigen Trainingspause mehr und mehr, so dass sie noch überspurtet wurde. Am Ende stellte die Wernigeröderin mit 2:28,30 min zumindest noch eine Saisonbestzeit auf. Bereits einen Tag zuvor deutete sich Ähnliches im 1500 m-Rennen an. Die ersten zwei Runden konnte die HGL-Läuferin noch mithalten, „dann ging einfach nichts mehr“ und sie kam als Sechste in 5:07,19 min ins Ziel. In fünf Wochen steht nun für alle drei der absolute Saisonhöhepunkt an. In Zittau bei den Senioren-Europameisterschaften wird dann auch Donald Rosenthal (SV Lok Blankenburg) mit am Start sein.

Yvonne Brandecker W35      4. Platz      800 m      2:28,30 min (SB)
    6. Platz 1500 m 5:07,19 min